Greenpeace, Nestlé und das Palmöl

In der letzten Woche sind wir auf Borneo zwei vom Aussterben bedrohten Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum begegnet. Auf dem Weg in den Lebensraum von Orang-Utan und Nasenaffe fuhren wir an endlosen Palmölplantagen vorbei.

Das Foto oben zeigt, wie Borneo seine Besucher begrüßt: abgerodeter Regenwald, endlos weiter Palmöl-Plantagen für die heimische Fritteuse. Das folgende Foto zeigt, wie´s eigentlich aussieht, wenn man sich über Regenwald befindet.

halbwegs intakter Regenwald auf Borneo
halbwegs intakter Regenwald auf Borneo

Zeitgleich zu unseren Vor-Ort-Erlebnissen zerrt Greenpeace den Lebensmittelkonzern Nestlé mit dieser viralen Kampagne über unverantwortliche Palmölbeschaffung in die Öffentlichkeit:

Hintergrund:
Nestlé bezieht für die Produktion einer Vielzahl von Artikeln Palmöl aus Indonesien – dem natürlichen Lebensraum der Orang-Utans. Durch die stetig steigende Nachfrage nach dem Rohstoff, werden mehr und mehr Waldflächen in „tote“ Plantagen umgewandelt.

Mehr spannende (und erschütternde) Fakten gibt es bei Greenpeace

Bereits 2008 war die Firma Unilever mit der Marke „Dove“ in den Fokus von Greenpeace gelangt, denn ein Bestandteil von Dove ist eben jenes Palmöl.

Gerade wenn man wie wir direkt mit den Auswirkung der Palmölproduktion konfrontiert wird, verdeutlicht sich, wie wichtig es ist, durch verantwortungsvollen Konsum, den Unternehmen die Regeln für nachhaltiges Wirtschaften aufzuzeigen.

Wir sprechen nicht vom Verzicht von Süßigkeiten oder Körperpflege!

Vielmehr sollten wir, die Konsumenten, (und die Politiker) ihre Macht ausspielen, um Unternehmen ein für allemal die Regeln für verantwortungsvollen Umgang mit unserem Ökosystem einhämmern.

Wie heißt es so schön: es gibt Dinge, die kann man mit Geld nicht kaufen! Dazu gehören auf jeden Fall Orang-Utan und Nasenaffen.

andere Abenteuer

Henning Groß Verfasst von:

3 Kommentare

  1. 20. März 2010
    Antworten

    Ich war lange aktives Greenpeace Mitglied – ist schon ne gute Sache, auch die Geschichte nun mit Nestlé, dass man dies in der Öffentlichkeit macht.

    ich glaube, man muss mal wieder beim Einkaufen die Augen offen halten..

  2. Annika S.
    31. März 2010
    Antworten

    Ihr Lieben,
    danke für diesen Link. Nicht das wir zu Hause kein Schwein und keine Schokolade( der Großteil der Kakaoernte wird durch Kinder und Kindersklaven durchgeführt, obwohl die großen Fabrikanten, Milka Ritter Sport u.s.w. davon wissen) mehr essen werden wir jetzt auch auf Nestle Produkte verzichten.

  3. 1. April 2010
    Antworten

    @Annika S.: Wir wollten uns gestern Abend noch was zum Knabbern kaufen. Nachdem wir jede Chips-Tüte nach Inhaltsstoffen abgesucht haben, mussten wir den Laden ohne etwas gekauft zu haben verlassen. Unglaublich, wofür Palmöl verwendet wird.

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