Hardcore-Trekking im Bako Nationalpark

Der Bako Nationalpark, knapp 25 Kilometer nördlich von Kuching, ist einer der ältesten Nationalparke Malaysias. Auf einer Halbinsel gelegen ist er zudem bekannt dafür, einer der wenigen Orte zu sein, wo man sich als Besucher ohne Guide auf den Weg in und durch den Regenwald machen kann. Zudem locken einsame Strände zum Entspannen.

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Da wir vom Regenwald und wilden Tieren nicht genug bekommen können und gerne mal in unserer eigenen Wandergeschwindigkeit durch den Wald laufen, erkoren wir Bako als unser letztes Ziel auf Borneo. Und bei Strand-Optionen sagen wir auch nicht nein.

Mit dem Bus verließen wir die Stadt, um an der Küste in ein kleines Boot zu steigen. Wir hatten das zweifelhafte Vergnügen, bei Ebbe am Nationalpark anzukommen. In Ermangelung von Wasser setzte der Bootsmann den Kahn kurzerhand im knietiefen Wasser auf Grund und schickte uns von Bord. Die knapp 200 Meter zum Strand liefen wir durch´s Flachwasser.

Direkt im Park angekommen umzingelten einige Parkbesucher einen Baum, der am Wegesrand stand. Auf ihm tarnte sich eine grüne Baumviper. Ein Guide warnte allzu Mutige, Abstand zu halten: „Sie bringt dich nicht um, aber du wirst ein paar Wochen im Krankenhaus verbringen.“ Welcome to the Jungle!

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Emerald-Green Viper

Den Park selber durchwanderten wir in den kommenden 4 Tagen kreuz und quer, wobei wir uns überwiegend mit Kurzstrecken zufrieden gaben. Dank steiler Felsformationen, morastig-stolpergefährlichem Untergrund und schwül-heißer Luft steht hier nicht das Kilometer-Reißen sondern der zeitnahe Flüssigkeitsausgleich im Vordergrund. Schon nach wenigen Metern läuft der Schweiß in Strömen. Kein Wundern, dass es das die Faustregel gibt, dass ein gelaufener Kilometer im Regenwald ca. zwei Kilometern in gemäßigtem Klima entspricht.

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Trotz beschlagener Brille und tropfender Stirn sahen wir uns dennoch einfallsreicher Flora und Fauna gegenüber. Mehr Bilder finden sich wie immer in unserer Flickr-Gallerie.

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Pitcher Plant

Neben allerlei giftigen und weniger giftigen Getier haben wir uns besonders über die täglichen Begegnungen (2-3 Mal) mit wild lebenden Nasenaffen gefreut. Hier sind wir ihnen in ihrer natürlichen Umgebung, den Mangroven, so nahe gekommen, wie wir es nie zu hoffen gewagt hätten: Die rotbraunen Affen, die es nur auf Borneo gibt, beim Fressen in intakten Mangroven zu beobachten war das Highlight des Ausflugs.

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Henning Groß Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Jani
    18. April 2010
    Antworten

    Wow sehr schöne Bilder. Denke da ist die Welt noch in Ordnung.
    Macxht nur weiter so, damit wir noch viele spannenden Geschichten erleben dürfen.

    Wünsche Euch weiterhin viel spaß auf den weiteren Wegen. Bin gespannt wo sie Euch hinführen.

    Grüsse aus den sonnigen Frankfurt (Wind ist kalt, aber man kann schonmal das Gesicht in die Sonne halten..)
    Gruss Jani

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