Public Viewing III: Deutschland vs. Ghana

Eigentlich war geplant, das Spiel zu später Stunde (halb drei Uhr nachts) gepflegt im Hotelzimmer bei einer Dose Cola anzuschauen. Leider meinte es die Hotelleitung mit ihrer Werbeaussage, alle Spiele zu zeigen, nicht so genau. Als wir genau 2:25 Uhr raus bekamen, dass das Deutschlandspiel nicht gezeigt wird, gab es nicht viel Zeit, zu überlegen: raus vor die Tür.

Mitten in Kuala Lumpur´s Stadtteil Brickfields, einer Mischung aus Little India und Chinatown, fanden wir eine nicht zu verachtende Public-Viewing-Location: jemand beamte das Spiel direkt an eine Hauswand. Wer jetzt aber eine propotional entsprechende Zuschauermenge erwartet, der irrt. Eigentlich starrten nur wir und zwei, drei Inder auf diese Wand. Eine Gruppe Männer versammelten sich vor einem Fernseher – unter der Beamerpräsentation.
Das eigentliche Highlight des Public Viewings war aber die genaue Location. Befanden sich unsere Kunststoffstühle doch genau auf einem Straßenstrich, wanderten während des Spiels vor uns Nutten, Zuhälter und andere nachtaktive Gestalten umher. Wir waren weit und breit die einzigen Ausländer.

Auch wusste manch Zuschauer ob seines Alkoholpegels auch nicht, ob er da nun Fußball oder Skispringen sieht. Eins hatten aber alle gemeinsam: als wir in der 60. Minuten wie vom Teufel besessen losbrüllten, merkten sie, aus welchem Land wir, im Deutschland-Trikot gekleidet, kommen.

Dank der Flasche Tiger-Bier kamen wir bei der 90minütigen Ausscheidung im Mannschafts-Sprinten nicht ins Schwitzen. Nur die Anspannung vor und nach dem Tor und das zu Bett gehen gegen 5 Uhr hat Muskelkater hinterlassen.

Wir freuen uns auf England! Und du?

andere Abenteuer

Henning Groß Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. bella
    24. Juni 2010
    Antworten

    pff…england…

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