Auf Einladung von: Peter-Friedrich

Mehrfach erhielten wir den dringenden Ratschlag, im Kandy Muslim Hotel ein Masalla-Chicken zu bestellen. Es sei extra-ordinär lecker. Grund genug, uns mit Peter-Friedrich imaginäre Gesellschaft aus deutschen Landen an den Tisch zu holen.

Nachdem wir tagsüber die lokale Tempel- und Reisfeld-Szene zu Fuß erkundet und sich Teile unseres Reiseduos dicke Blasen gelaufen haben, kam uns so ein Hühnchen gerade recht daher gelaufen.

Auch im KMH steht die Einnahme des Essens im Vordergrund. Gemütliches Flair, gedämpfte Musik und geschmackvolles Ambiente sucht man hier vergebens. Dafür findet man hektisch umhereilende Kellner, ohrenbetäubendes Gehämmer der Khottu-Zubereitung (wir kommen in einer späteren Einladung darauf zurück) und das Flair einer Bahnhofshalle.

kandy_muslim_hotel01

Immer wieder sind wir erstaunt, was in solch einer Anti-Atmosphäre auf unseren Tellern landet. In diesem Fall bekamen wir eine Metall-Platte vorgesetzt, die das Essen in Verkehrsunfall-Optik enthielt. Das halbe Hühnchen, inkl. Knochen, lag völlig zerschreddert, angereichert mit roten und grünen Chili-Schoten, Zwiebeln und Tomaten darauf. Als Beilage und Besteck gab´s Rotti. Die Teigfladen zerreißt man in kleine Stücke, mit denen man sich den Happen von der Platte greift und isst. Im Bild, nur noch am äußeren linken Rand erkennbar, ist eine weitere Köstlichkeit: Samosa – eine frittierte Teigtasche mit Rindfleisch und Chili gefüllt. Vier der Samosas haben es leider nicht mehr geschafft, bis zum Foto „am Leben“ zu bleiben.

Wie hat´s geschmeckt?
Das optische Lowlight entpuppte sich, wie erwartet, zu einem geschmacklichen Highlight. Die Samosa-Füllung feuerte ordentlich und ließ die Zunge noch eine Weile nachbrennen. Hingegen hielten sich die Chilis im Chicken mit ihrer Schärfe zurück und unterstützten die Würze des Hühnchens. Mit den Fingern im Essen herumzuwühlen hat dann nochmals zusätzlichen erlebnisgastronomischen Charakter.
Abschließend hat der Zucker mit Cylon-Tee das i-Tüpfelchen auf ein extrem leckeres Essen gesetzt.

Zugegeben, Masalla-Chicken ist eher eine Art Festtagsessen. Das spiegelt sich auch im Preis wieder. Opulente 5,20 EUR hat uns das Abendessen gekostet.

Nandri Peter-Friedrich!

andere Abenteuer

Henning Groß Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. bella
    1. August 2010
    Antworten

    hmmm….lecker….ich will auch sowas.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

2 × zwei =