Naturgewalt

Vor 3 Monate entschieden wir uns, nach Indien zurückzukehren und dort nach Ladakh zu reisen. In Nordindien wollten wir mit dem Jeep von Manali nach Leh fahren und anschließend auf über 5.000 Meter trekken gehen um die unglaublich schöne Bergwelt, die wir bisher nur von Bildern kennen mit eigenen Augen zu sehen.

Jetzt wurde eines unserer persönlichen Highlights der Reise leider weggespült.

Das Gebiet um Ladakh wurde vor kurzem durch den heftigsten Monsun seit 10 Jahren getroffen. Mehr als 100 Menschen sind durch Schlammlavinen und Überflutung verstorben, 5 Touristen wurden vermisst, das Gebiet ist von der Außenwelt abgeschnitten, die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen und Nachtfröste bedrohen die Obdachlosen 10.000 Menschen. Das Gebiet ist bis auf weiteres gesperrt. Ab September sind zudem die Passstraßen wegen dem einsetzenden Schneefall gesperrt.

Eins zeigt uns dieses nicht stattgefundene Abenteuer: seit 8 Monaten machen wir täglich das, worauf wir Lust haben, fliegen hin, wo wir wollen – wir leben frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen und gehen stets der Nase nach. Und jetzt kommt die Natur und zeigt uns, wer das Sagen hat.

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Henning Groß Verfasst von:

2 Kommentare

  1. 25. August 2010
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    Überall auf der Welt zeigt uns zur Zeit die Natur, dass wir am Ende doch verlieren werden. Und das ist erst der Anfang.

  2. 26. August 2010
    Antworten

    @Rayasa: Genau mit dieser Vorstellung können wir uns in Europa, auf unserer „sicheren“ Insel, nur schwer anfreunden. Wenn man aber plötzlich direkte Auswirkungen oder die Naturgewalt selber spürt, beginnt man sich, verstärkt Gedanken zu machen. Die Hoffnung, etwas ändern zu können, darf aber gerne beiseite gelegt werden. Dafür steht in unserer Weltordnung das Geld zu weit oben und das Klima zu weit unten auf der Prioritätenliste.

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