Auf Einladung von: Stephi, Grit & Bettina

Nicht immer ist nur die Mahlzeit an sich ausschlaggebend für unsere Begeisterung und die Entscheidung, eine „auf Einladung von“ draus zu machen. Die begleitenden Umstände lassen manch Essen zu einem besonderen, unvergesslichen Erlebnis werden. So auch in Pushkar, im vorderen Rajasthan.

Bereits im Februar haben wir gedroht, die nächste Einladung von Stephi, Grit & Bettina aufgrund der Diskussionen über indisches Essen direkt in Indien stattfinden zu lassen. Nun ist es soweit.

zeigte uns die typische Küche in Pushkar: Ravi
zeigte uns die typische Küche in Pushkar: Ravi

Wir sind immer wieder verwundert, wie schwer es in manchen Orten ist, typisch einheimische Küche zu finden. In Pushkar fanden wir so ziemlich die ganze Bandbreite westlicher Kochkunst, aber ein typisch rajasthanisches Essen suchten wie vergebens. Dank der aufopferungsvollen Hilfe von Ravi, einem Angestellten in unserem Gästehaus, bekamen wir den Tipp, wo wir fündig werden. Ziemlich weit außerhalb der Stadt, an einer Landstraße, setzte uns der Auto-Rickschaw –Fahrer an einem Restaurant ab, dass auf den ersten Blick wie ein riesiges Carport wirkte: Wellblechdach, festgetretener Erdboden, ein paar Neonröhren unter der Decke. Hätten unter dem „Carport“ nicht ein paar Tische mit Stühlen dran gestanden, wir wären nicht ausgestiegen. So aber suchten wir uns skeptisch einen Platz, was leicht fiel, waren wir doch die einzigen Gäste. Ein paar Jungs wirbelten umher. Eine Küche suchten wir vergebens.

Um unseren Wunsch nach originaler Kost nachzukommen, hatte uns Ravi instruiert, ihm vom Restaurant aus anzurufen. Kurzerhand drückten wir dem jungen Besitzer unser Handy in die Hand und Ravi orderte ruckzuck unser Essen. Man muss auch mal Vertrauen zeigen!

Wenig später wurde attraktiv auf Blechschalen, mit roher Zwiebel und halber Zitrone aufgetischt. Links im Bild sieht man das milde Dhal Bati Churma mit verschiedenen Teigklößen mit herzhaftem und süßlichem Geschmack. Vorne im Bild ist das scharfe Aloo (Kartoffel)-Onion-Curry mit den Chapati. Nicht im Bild die moderat gewürzte Abwandlung Aloo-Tomato.

Wie hat´s geschmeckt?
Spannend. Die Klöße sind in der Tat eine Besonderheit der Region. Versteht sich der Inder sonst eher gut im Breitschlagen von Teig und die Erschaffung von Fladen aller Art, sind die von fest bis locker geformten Teigklöße ungewöhnlich. Die sehr gut abgeschmeckten Curries findet man hingegen weit verbreitet in Indien. Dennoch war es in Kombination mit der Location ein besonderes Essen, dass mit seinen 260 Rupien (= 4,33 €) für 2 Personen unverschämt günstig war.

Übrigens, die Küche verbarg sich in einer dunklen Ecke des Wellblech-Carports.

andere Abenteuer

Henning Groß Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. 8. September 2010
    Antworten

    Also das ZEug rechts, das rote, sieht extrem scharf aus 😮

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

3 × zwei =