Bye, bye Indien

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Unser zweiter Besuch in Indien ist vorüber.

Wie schon beim letzten Mal hat uns das Land auch jetzt wieder mächtig zugesetzt. Auf der einen Seite mit unglaublich beeindruckenden Landschaften, abgefahrener Kultur und leckerstem Essen. Auf der anderen Seite mit unglaublich schlechter Hygiene, beängstigenden Menschenmassen und ohrenbetäubendem Lärm.

Als Europäer im Allgemeinen und als Deutsche im Speziellen mussten wir unser Verhalten in mancherlei Hinsicht umstellen. In Indien gewinnt der, der am dreistesten ist. Egal ob beim Einkaufen an der Kasse, beim Einsteigen in die Bahn, am Fahrkartenschalter – die Bezeichnung „in einer Reihe anstellen“ kennt der Inder nicht und drängelt sich stets und mit unglaublicher Zielstrebigkeit vor. Dabei meint er das aber nicht etwa böse – wer unter Milliarden Menschen weiterkommen will, der muss harte Bandagen anlegen.

Indien hat mit Abstand die leckerste Küche der Länder, die wir bereist haben. Aber man weiß nie, ob man mit seinem Essen gleichzeitig nicht doch eine Armada Bakterien zu sich nimmt, die einen am nächsten Tag am Badporzellan fest ketten.

Indien ist ein Land, in dem man vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert jeden Entwicklungsstand findet. Die Schere zwischen bitterer Armut und extremen Reichtum war in keinem anderen bereisten Land so drastisch (für uns zu sehen). Hier schlafen Menschen fast nackt auf dem blanken Asphalt, 6jährige Kinder arbeiten in Restaurants, Männer sitzen mit einem kleinen Hammer vor einem Felsen und zerklopfen ihn zu Schotter und Bettler hielten uns in ihrer Überlebensnot fest (etwas, dass nur hier geschah). Auf der anderen Seite überrollen Handy und TV die Middle- und Upper-Class, fahren dicke Luxusschlitten aus Deutschlands Süden, schlürft man italienischen Latte in stylischen Coffe-Shops und überholt Bollywood Hollywood.

Das haben wir gelernt:

  • Kühe, Pferde, Esel und Hunde sind auch Verkehrsteilnehmer
  • In Neu Delhi gibt es KEIN Auto ohne Lack- und Blechschaden
  • Kohle-Tabletten sind ein unverzichtbares Nahrungsergänzungsmittel
  • Hände vor, während und nach dem Essen zu desinfizieren hilft nicht
  • Don`t spit here! Don`t piss here! Don`t shit here!

Wie geht es weiter:
Von Kalkutta fliegen wir zurück in unsere „Heimat“ nach Kuala Lumpur, um von dort für knapp vier Wochen in ein Land aufzubrechen, von dem wir glauben, dass es noch mal ein ganz besonderes Highlight für uns werden wird. Aber verraten wird hier und jetzt noch nichts. Seid gespannt auf unseren ersten Beitrag aus „lahlahlah“.

Henning Groß Verfasst von:

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