Auf Einladung von: Christiane

Es ist eigentlich Pflicht, als erste Mahlzeit in Japan rohen Fisch auf Reis, umgangssprachlich Sushi, zu essen. Und dieser Pflicht kamen wir nach. Ob Christiane mit einer ebenso großen Leidenschaft auf die Suche nach dem perfekten rohen Fisch gegangen wäre wissen wir nicht.


In Shibuja fanden wir „Hina Sushi“, ein kleines, feines Lokal in dem es auch völligen Kanji-Analphabeten möglich war, frisches und leckeres Sushi zu bestellen. Das Lokal, im Untergeschoss eines Hochhauses, direkt im Gewirr Shibujas gelegen, empfing uns mit warmen Lichtern hinter Reispapier, braunem Holz, schwarzen Steinen und grünem Bambus – alles so geschmackvoll arrangiert, dass trotz voller Tischbesetzung eine entspannte Atmosphäre entstand.

eine 'kleine' Auswahl
eine ‚kleine‘ Auswahl

Ein Fläschchen Sake, zwei Miso-Suppen und zwei frei zusammengestellte Sushi-Teller mit 13 Happen wurden zuerst von uns anhand von Bildern ausgewählt, in eine Liste übertragen, den Ober abgegeben und anschließend stilvoll serviert.

HINA SUSHI in Shibuja
HINA SUSHI in Shibuja

Um ehrlich zu sein, der Fisch hat so geschmeckt, wie er schmecken soll – nämlich nach überhaupt nichts, denn wenn roher Fisch Geschmack entfaltet, hat er sein Verfallsdatum bereits überschritten. Das Sushi war frisch und hat vorzüglich geschmeckt.
Anders als in Deutschland, wo auf einem opulenten Reishaufen ein Stück Lachs, Thunfisch oder Krabbe landet, suchten wir unter den großen Fisch-Stücken (Lachs, Thunfisch, Aal, Sardine, Makrele, Muschel und weiteren, uns fremden Meeresbewohnern) den Reis. Auch das japanische Nationalgetränk hat uns überrascht. Vollmundig, leicht süß und – diesmal kühl temperiert – hätte die Flasche ruhig größer sein dürfen.

Es war ein gelungener, kulinarischer Einstand, der uns mit seinen stattlichen 60 EUR eindrucksvoll das Preisniveau Tokios und die hohe Kunst der Sushi-Zubereitung näher gebracht hat.

Wir freuen uns schon heute darauf, demnächst mit Christiane das kulinarische Frankfurt auf seine Preisgestaltung hin zu prüfen.

Domo arigato Christiane.

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Henning Groß Verfasst von:

2 Kommentare

  1. bella
    4. Oktober 2010
    Antworten

    stolzer preis der sich sichtlich lohnt.

  2. 5. Oktober 2010
    Antworten

    Wie man es auf euren Bildern sieht, dann kann man das japanische Sushi wohl eher nicht mit dem in Deutschland vergleichen. Sieht auf jeden Fall toll aus und macht gleicher Hunger auf mehr.
    Lasst es euch auf jeden Fall gut gehen und esst einen Happen Sushi für mich mit. Ich werd neben Unistress an euch denken.
    Viel Spass!

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