Auf Einladung von: Peter-Friedrich

Udon sind die dicksten Nudeln der japanischen Küche und werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser hergestellt. Man glaubt, sie sind bereits im 1. Jahrtausend aus China nach Japan eingeführt worden. Altersbedingt zählen sie zur klassischen japanischen Cuisine und sind an jeder Straßen-Ecke zu finden. Quasi die japanische Bock-Wurst.
Mit der Art der Bestellung in Form eines Fahrkartenautomaten inkl. Bahnticket kannten wir uns ja bereits aus (es ist schon fast eine Seltenheit, das Essen beim Kellner zu ordern). Im Übrigen ist man als Gastronom in Japan darauf eingestellt sein gesamtes Speisenrepertoire in Form von Kunststoffimitaten im Schaufenster auszustellen. So können die Kunden leicht erkennen, ob ihnen das Essen optisch und inhaltlich zusagt. Die Kunststoffplastiken sehen teils so echt aus, dass wir zweimal hingucken mussten. Das spätere Essen sah stets exakt so aus, wie die Plastiken im Fenster. Sowas wollen wir in Deutschland auch haben! Und nicht den blöden Spruch „Serviervorschlag“.

Frische garantiert: Nudelherstellung im Schaufenster
Frische garantiert: Nudelherstellung im Schaufenster

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Im Restaurant in Kyotos Hauptbahnhof entschieden wir uns für die Kombinationen Udon+Gemüse und Udon+Tofu. Die Udons im Laden werden repräsentativ Aufbereitet – im Schaufensterbereich des Lokals von einem Koch frisch zubereitet. Wir konnten also beim Betreten des Geschäfts sehen, was wir später für Nudeln essen.

 

Wie hat´s geschmeckt?
Beide Gerichte bestanden aus einer Fischsuppe, was die Angelegenheit zu einem etwas speziellen Unterfangen werden ließ. Jedoch legte sich der Geschmack nach einigen Löffeln, so dass die Geschmacksnerven wieder aus ihren Verstecken hervorkamen und Nudeln, Gemüse und Tofu erschmeckt werden konnte.

Im Gegensatz zu Ramen, die uns manchmal leider an indonesische Fertignudeln erinnern, sind die superdicken Udon eine echte Neuentdeckung. Mit den 11 Euro bewegt sich das Essen am unteren Ende der nach oben offenen Preisskala für Essen in Japan.

Domo arigato Peter-Friedrich!

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Henning Groß Verfasst von:

3 Kommentare

  1. 13. Oktober 2010
    Antworten

    Das schwarze (sind bestimmt Algen) sieht aus wie ein Haufen Spinnen oder so :/ Und was is das weiße da? Was irgendwie entfernt an Dragonfruit erinnert? 😮

    • 14. Oktober 2010
      Antworten

      @Rayasa: Das Weiße ist gemalener Fisch, der gedämpft und anschließend wieder gepresst wird. Anschließend taucht man die Kunstfleischmasse in Lebensmittelfarbe und erhält den zarten Orange-Überzug. Klingt kromisch, schmeckt aber….nach nichts.

  2. bella
    14. Oktober 2010
    Antworten

    udon gibs auch in der schanze im japanischen restaurante…meins sind sie ja nicht von der konsitenz her…und fischsuppe ist auch sehr gewöhnungsbedürftig..aber lecker siehts aus.

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