Auf Einladung von: Philipp K.

Als wir hungrig durch die Straßen Shinjukus streiften, hörten wir neben dem Blinkern, Klackern, Fiepsen, Piepsen, Schreien und Lärmen der Automaten, Reklamen, Menschen, und Autos plötzlich das Klappern von Küchengeräten und Geschirr, durchaus sonderbar vertraut klingende Geräusche. Nur wo kamen diese her? Aus unserem zukünftigen Lieblings-Udon-Laden Tokios.

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Doch wie kommt es, dass unter dem ganzen Gelärme plötzlich Küchenakkustik zu hören ist? Ganz einfach, man nehme ein Mikrofon, hänge es in die Küche und leite die Geräusche mittels Lautsprecher auf die Straße. Genialer Weise konnte man auch von der Straße in die Küche schauen, so dass man am Schaufenster stehend, die Entstehungsprozess von Udons – vom Mehl bis zum Kochen – mitverfolgen konnte. Zudem machten die in einer langen Schlange vor dem Laden wartenden Menschen zusätzlich auf die Beliebtheit aufmerksam.

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Also reihten wir uns in die Schlange ein, Philipp in Gedanken neben uns. Er hätte seinen Spaß gehabt, mit uns das Abenteuer Udon zu begehen.

Dank einer kleinen englisch-sprachigen Version der Karte fiel uns das Ordern recht leicht. Udon kalt oder warm, mit starker oder milder Suppe, solo zum Dippen oder mit Schwein garniert. So startet man. Dann geht es vorbei an einer Theke mit frisch frittiertem Tempura: Süßkartoffel, Aubergine, Hühnchen, Seegetier, Gemüse-Bälle. Hinter der Kasse wartet ein Zapfautomat an dem man sich nach Belieben heiße Sauce für seine Nudeln zapfen kann. Wer mag kann sich abschließend mit frischen Frühlingszwiebeln sein Essen verzieren.

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So präpariert setzt man sich und beginnt die Nudeln lautstark zu inhalieren.

 

Wie hat´s geschmeckt?

So extrem lecker, dass wir in den folgenden Tagen das Restaurant noch 4 Mal besuchten. Die Nudeln, frisch produziert waren mit Abstand die dicksten Dinger, die wir in Japan vorgesetzt bekamen, die Tempura knusprig-frisch und die Suppen einfach köstlich. Und mit knapp 14 Euro für 2 pralle Schüsseln zählt dieses Essen zu den Günstigen.

Domo arigato Philipp.

Und weil´s bewegt und mit Ton auch nicht schlecht ist, gibt´s hier ein kurzes Video vom Treiben.

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Henning Groß Verfasst von:

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