Auf Einladung von: Alex

Kulinarisch bewegen wir uns in den letzten Tagen unserer Reise auf einer Gradwanderung zwischen indonesischer und westlicher Küche. Leider gelingt dieser Gang nicht jeder Köchin gut, so dass jede Mahlzeit ein Stückchen Überraschung darstellt.

Im Warung, wenige Meter von unserem Gästehaus entfernt, haben wir einen Platz gefunden, der uns die letzten Tage doch nicht zur kulinarischen Enttäuschung werden lässt.

Als die Sonne im Meer verschwunden war, sich die Außentemperatur auf angenehme 30°C abgekühlt hatte und die Moskitos zu fliegen begannen, besuchten wir die nette Besitzerin, um uns typisch balinesisch bekochen zu lassen. Alex hätte sicher gerne mit uns am Tisch gesessen und den über unseren Köpfen umherjagenden Fledermäusen zugesehen, während sie auf in Kokosraspeln gebackenem Thunfisch wartete. So aber war sie in unseren Gedanken bei uns.

Auf unserer Reise haben wir Fisch in allerlei Varianten gesehen und verspeist. Von Rohem in Japan, über Filets auf Banda, hin zu ganzen, gegrillten Exemplaren auf Borneo – aber noch nie hatten wir die Kombination aus süßlichem Kokos und herzhaftem Fisch auf unseren Tellern.

Da wurde es Zeit, sich diesem Experiment hinzugeben. Mit Reis und Urap (Gemüse mit geraspeltem Kokos) landeten die auf den ersten Blick an Fischbuletten erinnernden Kompositionen der Küche vor uns.

Wie hat´s geschmeckt?
Interessant! Der Fisch hatte es schwer, sich gegen die Konsistenz und das Aroma von gebratenem Kokos durchzusetzen. Wer sich jetzt vorstellt, er isst Bounty mit Fisch, der verfehlt den Geschmack dann aber doch deutlich. Knusprig eingepackt schmeckte diese neue Zusammenstellung eben interessant. Und genau das ist es ja, was das Reisen so aufregend macht – man begegnet stets neuen Essgewohnheiten.

Arak & Orangensaft
Arak + Orangensaft + Honig = Yummy

Im Anschluss – ich sage es immer wieder – ließen wir den Fisch schwimmen. Was auf dem Foto wie das trübe Mekong-Wasser aussieht, ist Arak mit Orange und Honig – das indonesische Nationalgetränk. Orange und Honig wird aber nur in Minimaldosierung als Trick hinzu gegeben, die Härte des Getränks zu vertuschen. Diese Kombination ergibt ein gefährlich leckeres Getränk, vor dem man sich aber in Acht nehmen muss. Gut, dass unsere Unterkunft gleich gegenüber vom Warung lag.

Terima kasi Alex.

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Henning Groß Verfasst von:

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